GoBD ist auf dem Vormarsch

Der Nachfolger von GDPdU und GoBS soll nach langer Vorbereitungszeit voraussichtlich im Herbst 2014 durch das BMF veröffentlicht werden. Seit Mai 2014 liegt ein aktueller Entwurf dieses neuen Schreibens zur Verabschiedung vor.

Mit den "Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff" werden eine Reihe unterschiedlicher Schreiben und Vorschriften des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) in Bezug auf den Umgang mit elektronischen Daten und Dokumenten aus steuerrechtlicher Sicht zusammengefasst.

Direkt betroffen hiervon ist auch der Einsatz von Dokumenten Management Systemen für die Aufbewahrung von steuerlich relevanten Belegen.

Für alle IT-Systeme gilt nach wie vor: Die verschiedenen Zugriffsarten von Betriebsprüfern müssen sicherstellen, dass der Prüfer auf die steuerlich relevanten Daten aus den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungszeiträumen zugreifen kann. Mit einer Vorabanalyse Ihrer GDPdU-Daten haben Sie die Möglichkeit, sich bereits vor einer Betriebsprüfung einen Überblick über Ihre steuerrelevanten Daten in den entsprechenden Systemen zu verschaffen und mögliche Schwachstellen zu identifizieren.

Einzelheiten zu den Anforderungen sind dem Entwurf des BMF-Schreibens zu entnehmen.

Quelle: Wirtschaftsprüferkammer

Verfasst von: RA und StB Dr. Carsten Höink, Geschäftsführer der AWB Wolffgang & Harksen Rechtsanwaltsges.mbH, Münster und Daniel Onnebrink, AWB Steuerberatungsgesellschaft mbH, Münster

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